Politische Soziologie sozialer Ungleichheit
print


Navigationspfad


Inhaltsbereich

Theorie 3 - Bourdieu: Kapital, Habitus, Praktiken

15164 - Übung

Prof. Dr. Bernhard Gill

Mo. 10-12 Uhr c.t., Geschwister-Scholl-Platz 1, E 216
Beginn: 17.10.2016   Ende: 06.02.2017

Pierre Bourdieus Theorie betrachtet die Sozialstruktur einer Gesellschaft aus zwei Perspektiven: Erstens, als durch menschliches Verhalten hergestellt. Verhalten wird dabei aber nicht als "rationales", d.h. als voll bewusstes Handeln begriffen, sondern als "habitualisierte Praxis", das heißt als eingeschliffene und mehr oder weniger ins Unbewusste abgesunkene Routine verstanden. Zweitens determinieren die Strukturen das Verhalten, das heißt die Intersektion von Klassen-, Geschlechts- und Altershabitus. Diese allgemeine Idee hat Bourdieu auf eine Reihe unterschiedlicher "sozialer Felder" angewandt – zum Beispiel das Feld der Wirtschaft, der Staatsbürokratie, des Rechts, der Wissenschaft und der Literatur. Bourdieu hat damit ein Begriffsarsenal geschaffen, das sich konzeptionell mit einigem Erfolg auf viele empirischen Fragen der Sozialwissenschaften (und darüber hinaus) anwenden lässt.

Bemerkung

Anwesenheitspflicht in der 1. Veranstaltungsstunde! Sollten Sie aus triftigen Gründen nicht teilnehmen können, so informieren Sie den/die Dozenten/Dozentin rechtzeitig. Unentschuldigtes Fehlen in der 1. Veranstaltungsstunde bedeutet automatisch den Verlust des Kursplatzes.

Voraussetzungen

  • regelmäßige und aktive Teilnahme
  • kontinuierliche Lektüre der Literatur

Leistungsnachweis

  • Klausur