Politische Soziologie sozialer Ungleichheit
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Theorie 2 - Soziologie der Alterität

15160 - Übung

Robert Jende, M.A.

Blockveranstaltung, Konradstr. 6
Mi. 19.10.2016, 18-20 Uhr c.t., 109 
Fr. 28.10.2016, 10-18 Uhr c.t., 309
Sa. 29.10.2016, 10-18 Uhr c.t., 309
Fr. 25.11.2016, 10-18 Uhr c.t., 309
Sa. 26.11.2016, 10-18 Uhr c.t., 309

Die Grenze zwischen dem Eigenen und dem Fremden ist eines der konstitutiven Bezugsprobleme gegenwärtiger Selbstverständigungsprozesse europäischer Gesellschaften. In Abgrenzung zum Anderen konstruiert eine Gesellschaft ihre Identität. Das Fremde, als das Andersartige, stellt soziale Ordnung vor die Herausforderung, sich ihrer eigenen Kontingenz und damit Dekonstruierbarkeit gewahr zu werden. Das Andere reizt, es spiegelt, es hinterfragt, es verwandelt und bleibt dabei immer entzogen. Es ist das Abwesende, das Negative, welches einen Zugriff verweigert und ohne eine bestimmbare Position (Atopos) bleibt.
Doch nicht nur Gesellschaften als institutionell kollektivierte Großgemeinschaften sind mit dem Anderen, das sich nicht erschließt und in keine positive Ordnung gerückt werden kann, konfrontiert. Die Liebe ist gleichsam intimster und umfassendster Ort des Zusammenstoßes von Ego und dem Alter. In seiner Alterität, der Abweichung zum eigenen Selbst, erschließt sich der Andere nicht gänzlich. Die Negativität der Atopie setzt das Begehren zum Anderen frei. Als Ursprung des Eros wird das Andere zum Ausgangspunkt einer Verwandlung des Wohlbekannten.
In der Übung soll den Spuren des Anderen gefolgt werden, um dem Mysterium der Alterität auf den Grund zu gehen. Die Zugänge reichen von phänomenologischen bis zu fernöstlichen Perspektiven, um Formen des Umgangs mit Andersheit zu erschließen.

Bemerkung

Anwesenheitspflicht in der 1. Veranstaltungsstunde! Sollten Sie aus triftigen Gründen nicht teilnehmen können, so informieren Sie den/die Dozenten/Dozentin rechtzeitig. Unentschuldigtes Fehlen in der 1. Veranstaltungsstunde bedeutet automatisch den Verlust des Kursplatzes.

Voraussetzungen

  • regelmäßige und aktive Teilnahme
  • kontinuierliche Lektüre der Literatur

Leistungsnachweis

  • Hausarbeit