Politische Soziologie sozialer Ungleichheit
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Georg Simmel: Philosophie des Geldes

15232 - Übung

Dr. Laura Hanemann

Mi. 10-12 Uhr c.t., Konradstr. 6, Raum 209
Beginn: 13.04.2016   Ende: 13.07.2016

Welche Funktion hat das Geld und wie genau bestimmt Geld Interaktionen, Beziehungen und die Struktur unseres Zusammenlebens? Auf diese Fragen versucht das Seminar durch die intensive Lektüre von Georg Simmels "Zur Philosophie des Geldes" und begleitende Sekundäranalyse Antworten zu finden. Für Georg Simmel, der zu den „Gründervätern“ der Soziologie zählt, ist Geld nicht nur als ein Phänomen der Kultur, sondern zugleich als Schlüssel zu deren Verständnis zu verstehen. Was heißt es also, wenn uns Geld laut Simmel zugleich unabhängig und gefühlskalt macht, es zum Selbstzweck wird und den Status einer Ersatzreligion einnimmt?

Die Lektüreübung soll neben einer werkgeschichtlichen Einordnung klären, welche grundsätzlichen Eigenschaften geldvermittelter Vergesellschaftung sich aus den Überlegungen Simmels ableiten lassen und ob darin auch ein kapitalismuskritischer Ansatz enthalten ist. Wie lassen sich die Erklärungen Simmels beispielsweise auf die aktuellen Debatten um den Finanzmarktkapitalismus oder die Finanzmarktkrise beziehen?

Vorausgesetzt werden die Fähigkeit und Bereitschaft zu umfangreicher Lektüre. Teilnahmebedingung sind eine regelmäßige Teilnahme, eine aktive Mitarbeit in der Übung und die Übernahme eines Input-Referats.

Literatur

  • Simmel, Georg (1989): Philosophie des Geldes. Gesamtausgabe Band 6. Hrsg. von David P. Frisby und Klaus Christian Köhnke, Frankfurt a.M.
  • Dahme, Heinz-Jürgen/Rammstedt, Otthein (1984) (Hrsg.): Georg Simmel und die Moderne. Neue Interpretationen und Materialien, Frankfurt a. M.
  • Helle, Horst-Jürgen (2001): Georg Simmel. Einführung in seine Theorie und Methode. München
  • Nedelmann, Brigitta (1991): Georg Simmel. In: Dirk Kaesler (Hg.): Klassiker der Soziologie. Bd. 1, München: Beck, S. 127-149.

Bemerkung

Anwesenheitspflicht in der 1. Veranstaltungsstunde! Sollten Sie aus triftigen Gründen nicht teilnehmen können, so informieren Sie den/die Dozenten/Dozentin rechtzeitig. Unentschuldigtes Fehlen in der 1. Veranstaltungsstunde bedeutet automatisch den Verlust des Kursplatzes.

Voraussetzungen

  • regelmäßige und aktive Teilnahme
  • kontinuierliche Lektüre der Literatur

Leistungsnachweis

  • Referat
  • Hausarbeit