Politische Soziologie sozialer Ungleichheit
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Spätkapitalismus, Postdemokratie, Neoliberalismus: Politische Soziologie der Krisendeutungen

15280 - Seminar

Prof. Dr. Stephan Lessenich & Prof. Dr. Jens Borchert

Blockveranstaltung
Mi. 20.04.2016, 12-14 Uhr c.t., Konradstr. 6, Raum 208
Mi. 11.05.2016, 12-14 Uhr c.t., Konradstr. 6, Raum 208
Fr. 27.05.2016, 9-18 Uhr c.t., Konradstr. 6, Raum 309
Sa. 28.05.2016, 9-18 Uhr c.t., Konradstr. 6, Raum 309
Mi. 15.06.2016, 12-14 Uhr c.t., Konradstr. 6, Raum 208
Fr. 01.07.2016, 9-18 Uhr c.t., Universität Frankfurt
Sa. 02.07.2016, 9-18 Uhr c.t., Universität Frankfurt

Krisendiagosen der Gegenwart sind (mal wieder) schwer angesagt. Ihre Attraktivität besteht in der plakativen Deutung aktueller politischer Tendenzen. Genau darin besteht allerdings auch ihr Problem. Häufig werden einmal in der Diskussion etablierte Deutungen gar nicht mehr hinterfragt, sie beginnen ein Eigenleben zu führen und werden als gegeben hingenommen. So ist etwa die unwiderstehliche Allgegenwart des „Neoliberalismus“ selbstverständlich, der sich ganz offenbar überall durchgesetzt hat und von dem anscheinend alle infiziert sind – außer merkwürdigerweise diejenigen, die jeweils über ihn sprechen. Ebenso ist die „Postdemokratie“ eine wie selbstverständlich kolportierte Deutung, die bei näherem Hinsehen schon weniger überzeugend erscheint. „Post-“, „Neo-“ oder auch „Spät-“ sind typische Vorsilben, die kombiniert mit einem allgemeinen und damit notwendig immer auch vieldeutigen sozialwissenschaftlichen Konzept wie Kapitalismus, Demokratie oder Liberalismus einen neuen, manchmal eben auch fragwürdigen Bedeutungsgehalt ergeben. Wie kommen solche Deutungen zustande? Warum sind sie so wirkungsmächtig? Wie setzen sie sich durch?

Diesen Fragen geht die Veranstaltung nach, die gemeinsam von der Frankfurter Politikwissenschaft und der Münchner Soziologie durchgeführt wird. Neben drei Einzelterminen findet sie in zwei Blöcken (jeweils Freitag/Samstag) in München bzw. Frankfurt statt. Eine Bezuschussung der Reisekosten ist vorgesehen, die Teilnehmendenzahl von Münchener Seite ist auf 20 begrenzt.

Literatur

  • Thomas Biebricher, Neoliberalismus zur Einführung, 2. überarb. Aufl., Hamburg: Junius 2015.
  • Colin Crouch, Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus, Berlin: Suhrkamp 2011.
  • Manfred Prisching, Krisen. Eine soziologische Untersuchung, Wien: Böhlau 1986.
  • Armin Schäfer, Krisentheorien der Demokratie: Unregierbarkeit, Spätkapitalismus und Postdemokratie, MPIfG Discussion Paper 08/10, Köln: MPIfG 2010.

Bemerkung

Anwesenheitspflicht in der 1. Veranstaltungsstunde! Sollten Sie aus triftigen Gründen nicht teilnehmen können, so informieren Sie den/die Dozenten/Dozentin rechtzeitig. Unentschuldigtes Fehlen in der 1. Veranstaltungsstunde bedeutet automatisch den Verlust des Kursplatzes.

Voraussetzungen

  • regelmäßige und aktive Teilnahme
  • kontinuierliche Lektüre der Literatur

Leistungsnachweis

  • Referat
  • Übungsaufgaben
  • Hausarbeit